
Ehrenamt im Klimaschutz
Anfang 2008 bildeten sich die ersten Vertrauensleute der
Siedlergemeinschaften im Verband Wohneigentum (VWE) an fünf Wochenenden und
in zwei Praxisphasen im Lehrgang „ “
bei der Ländlichen Erwachsenenbildung (www.nds.leb.de)
fort. Sie erwarben damit die Kompetenz ihre Nachbarn zum Energiesparen im
Wohngebäude in einfacher aber vertraulicher Weise zu beraten und weitere
Beratungsangebote sachgerecht empfehlen zu können. Sie waren damit die
neuen
des VWE in der Nachbarschaft.
Die Grundidee war und ist, dass in unserer Gesellschaft
das Wissen um die effiziente Nutzung von Energie in den Grundzügen zum
Allgemeingut gehört, wie z.B. die Straßenverkehrsregeln auch Fußgängern
geläufig sein sollten.
Das zugrunde liegende Konzept, das bereits für den
BUND Oldenburg
Mitte der Neunziger Jahre entwickelt wurde, hatte konsequenterweise auch
den Namen „Energieberatungsführerschein“. Kern des Weitergabeerfolges ist
das Wirken innerhalb einer sich bereits kennenden Gruppe, sei es eine
Schulklasse, die Pfadfinder oder ein Sportverein. Es wird das vorhandenes
Vertrauen genutzt.
Nun ist es so, dass eigentlich jeder etwas zu Fragen des
Energiesparens sagen kann. Doch wie beim Wetter oder Medizin ist das
„Volkswissen“ von Legenden, Halbwissen und auch der Beeinflussung von
naturgemäss nicht neutral informierender Werbung durchzogen.
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Hier ein dem aktuellen Wissen und der Technik
entsprechenden Stand zu erreichen ist eines der wichtigsten Ziele bzw.
Inhalt des
.
Genau so wichtig wie das aktuelle Wissen und die Technik
ist, um jemanden sinnvoll helfen zu können, die Vermittlungskompetenz, die
sich an den Bedürfnissen des Fragenden orientiert. Das war das zweite
Standbein des
.
Nun ist der
kein Profi, sondern ein, „neudeutsch“ genannt, Akteur im bürgerschaftlichen
Engagement oder eben ein ehrenamtlich Tätiger. Der
muss daher nicht alles wissen und darf auch an der thematischen Oberfläche
bleiben.
So gesagt würde das dem Hilfesuchenden insgesamt nicht viel weiterhelfen.
Die Fortbildung zum berufsmäßigen Berater ist da nicht die Lösung, sondern
der Weg der Arbeitsteilung, wie er in unserer Gesellschaft Gang und Gäbe
ist.
Die dritte Säule ist daher der Aufbau eines Kreises von vertrauten
Fachleuten, die jeweils auf ihrem Gebiet im Sinne der
neutral und den Bedarf des Hilfesuchenden angepasst mit ihrem Spezialwissen
beraten können.
Damit ist der thematische Beratungsumfang des
auch noch größer als der der einzelnen Fachleute.
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Jeder kennt das, der einmal eine Ausbildung im Ehrenamt
gemacht hat, die Praxis läuft trotz der guten Ausbildung nicht von allein.
Auch ist es wichtig sich mit anderen über das eigene Tun und Erfahrungen
anderer auszutauschen.
Dazu kommen noch die Weiterentwicklungen, sei es in der Medizin oder im
Energiebereich. Daher muss als letzte Stütze eine Vernetzung der
eingerichtet werden.
Mit der Entscheidung der neuen Niedersächsischen
Bingostiftung für Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit (NBS,
www.umweltstiftung.niedersachsen.de) den Aufbau eines solchen Netzwerks
im Lande finanziell zu unterstützen und der Zusage der Ländlichen
Erwachsenenbildung (www.nds.leb.de)
die Lehrgangsausrichtung mit Hilfe der Klimaschutz-Initiative CO2NTRA (www.contra-co2.de)
zu übernehmen, ist es dem niedersächsischen Landesverband Wohneigentum (www.wohneigentum-nds.de)
möglich dieses Erfolgsmodell auf ganz Niedersachsen auszuweiten.
Die EnergieBasisBerater sind erst einmal in regionalen oder sogar lokalen
Arbeitsgruppen organisiert, deren Teilnehmer sich untereinander kennen. Die
landesweite Vernetzung erfolgt dann über diese Arbeitsgruppen.
Regional gegliederte Kurse zum
finden aufgrund von Nachfrage in allen Landesteilen statt.
Im Gegenzug der finanziellen Unterstützung hat sich der Verband
Wohneigentum dazu verpflichtet auch Nichtmitglieder auszubilden, die im
nachbarschaftlichen Umfeld oder im Bekanntenkreis eine Vertiefung des
Energiewissens einbringen wollen.
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Der Kursaufbau teilt sich in vier Teile auf:
1. Einführung und Überblick über den Energieverbrauch im
Haus und die Einsparmöglichkeiten
Dieser Teil ist auch für Unentschlossene, um zu sehen, ob der Lehrgang für
sie geeignet ist.
2. Vermittlung an den Nachbarn
3. Organisieren von Fachleuten im eigenen Umfeld zur
Unterstützung in der Beratung
4. Teilnahme und Nutzen am landesweiten
Netzwerk des VWE
Die Teile dauern jeweils 4 Unterrichtsstunden zu 45
Minuten und werden an vier Abenden in der Woche oder zwei Tagen am
Wochenende unterrichtet.
Ein Abschlussprüfung erfolgt entsprechend des offenen
Konzeptes der Kompetenzen nicht..
Bei Interesse kann die EBB
Kontaktseite genutzt werden,
mit dem Entschluss
zum
zu werden,
erfolgt die Eintragung über die EBB Anmeldeseite.
EnergieBasisBerater kann eigentlich jeder werden. Das
Gebiet der Energie ist so groß, dass niemand alles beherrschen kann.
Umgekehrt kann jeder etwas zu Fragen der Energienutzung beitragen. Diese
Beiträge sollen und können sich in lokalen Arbeitsgruppe zum Nutzen
Hilfesuchender ergänzen. Einzige Voraussetzung ist daher die
Bereitschaft sich Neuem gegenüber aufgeschlossen zu zeigen, in der lokalen
Arbeitsgruppe mitzuwirken und den Verhaltenskodex der Ehrenamtlichkeit
einzuhalten.
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